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E46 320d, Motor fest?
#1
Hallo zusammen,

meinen treuen E46 320d hat am Wochenende auf der Autobahn nach einem Auffahrunfall das Zeitliche gesegnet. Leider kann ich die Umstände, die zum Unfall führten, aber nicht komplett nachvollziehen und wollte euch, bzw. diejenigen mit E46 Erfahrung um ihre Meinung bitten.

Folgendes hat sich zugetragen: Wir fuhren in einer Kolonne auf einer zweispurigen Autobahn mit 90 bis 100 km/h auf der linken Spur. Meine Frau saß am Steuer und war gerade dabei vom sechsten in den vierten Gang zu schalten, als der Wagen plötzlich abrupt abbremste und uns kurz darauf auch schon der Hintermann mit einer E90 Limousine im Kofferraum stand. Glücklicherweise wurde die rechte Spur frei und wir konnten relativ gefanrlos auf den Standstreifen rollen.


Die Frage, die mich so umtreibt, ist, warum das Auto so stark abgebremst hat. Dazu gibt es folgende Möglichkeiten:

1. Meine Frau hat nicht vom 6. in den 4., sondern in den 2. Gang geschaltet: Das schließe ich eigentlich aus, weil ich den Motor nicht aufheulen gehört habe, und außerdem ist die Bewegung des Schalthebels von rechts hinten nach links hinten ziemlich ungewöhnlich, selbst, wenn man sonst nur Fünfganggetriebe gewöhnt ist. Außderdem weiss ich gar nicht, ob sich der 2. Gang bei dieser Geschwindigkeit so einfach einlegen ließe.

2. Meine Frau ist grundlos auf die Bremse gestiegen. Kann ich eigentlich auch ausschließen.

3. Der Motor ist plötzlich festgegangen. Ich hatte mal bei einem Motorrad einen Pleuellagerfraß auf der Autobahn, das fühlte sich in Sachen Bremswirkung genau so an.
In beiden Fällen tat sich beim anschließenden Schlüsseldreh, bzw. Druck auf den Anlasserknopf exakt gar nichts - kein Dreh, kein Geräusch.
Jetzt ist es aber beim E46 wohl so, dass bei einem Aufprall Sensoren in den Gurten anschlagen, die eine Sicherung sprengen und der Motor dadurch abgestellt wird. Weiss einer von euch, was dort genau unterbrochen wird? Nur die Spritzufuhr, oder die komlette Motorelektrik? Was ist mit dem Anlasser, kann dieser noch drehen?
Letzte Frage ist von elementarer Bedeutung, weil, wenn der Anlasser normalerweise noch dreht, es aber in meinem Fall nicht tut, meine Theorie eines Lagarfraßes / blockierten Motors Bestätigung finden würde.
Leider kann ich nicht mal eben zu dem Auto fahren und versuchen den Motor mit einer großen Ratsche zu drehen, weil der Wagen irgendwo bei Bordeaux auf dem Hof einer Autowerkstatt steht und ich diese Woche noch in Biarritz im Urlaub bin. Zurück geht es dann ADAC finanziert mit dem Zug, ich kann also auch nicht mal eben dort vorbeifahren.

Im Prinzip ist es egal, was die Ursache war, der Wagen ist sowieso ein Fall für die Presse und die gegnerische Versicherung wird mir demnächst dreieinhalb große Zettel überweisen. Aber dem Seelenfrieden meiner Frau wäre es enorm zuträglich, wenn sich heraustellte, dass das ursächliche Problem technischer Natur ist und eben kein Bedienungsfehler ihrerseits. Wir hatten schließlich unsere beiden Töchter (5 und 6 Jahre) mit an Bord.

Vielleicht hat aber jemand von euch noch eine völlig andere Theorie.


Fahrzeug: E46 320d touring, Modelljahr 2004, 245.000 km ohne Wartungsstau, null Ölverbrauch, perfekter Ölstand vor Abfahrt.

Gruß
Dieter
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#2
Hallo,
wenn der Crashsensor ausgelöst hat, deswegen haben dann auch die Gurtstraffer gezündet, dann wird direkt an der Plusleitung, direkt an der Batterie eine weiter, kleine Sprengkapsel ausgelöst welche die Stromzufuhr zum Motor unterbricht.
Deswegen macht der Anlasser auch keinen Mucks mehr.
Von außen ist an der Plusleitung nichts zu sehen, aber in so einer etwas dickeren Stelle, am Kabel ist eine Art Konus der aus seinem Gegenstück gesprengt wird.
Licht, Warnblinker, Innenbeleuchtung usw. werden über ein zweites Pluskabel, welches vor der Trennstelle abzweigt, weiterhin mit Strom versorgt.

Gruß
Jan
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#3
Hallo Dieter,

erstmal mein Beileid zum e46 Verlust und gut das alles gut gegangen ist und ihr keinen gesundheitlichen Schaden erlitten habt !

Die Erklärung von Jan ist perfekt, genauso war es als ich meinen e38 an einer Laterne geparkt hatte.
In meinem Fall war das bestimmt nicht verkehrt weil der Einschlag genau an der Stelle war wo der Sicherungskasten ist (bzw. einer davon, der e38 hat 3 Orte),
Nach dem rechten Vorderrad / vor der rechten A-Säule.

LG und Kopf hoch, der Wagen ist zu ersetzen, Pit Sonne    
...der mit Pauline an der Leine...

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#4
Herzlichen Dank für eure Antworten und Beileidsbekundung.
Ich dachte, der Impuls vom Zündanlassschalter sei nicht von der Abschaltung betroffen, sondern nur die Spritzufuhr...

Hmm, schöner Mist, ich hätte halt schon gerne gewusst, was da genau schief gelaufen ist. Wäre der Hintermann, oder in dem Fall Hinterfrau nicht so dicht aufgefahren, wäre ja auch erstmal nichts passiert, falls sich meine Frau tatsächlich nur verbremst hat, oder sonst ein Bedienfehler vorlag.
Aber wie der Peter schon schrieb, Hauptsache es ist niemandem etwas passiert.

Gruß
Dieter
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#5
245-Tsd Kilometer ist der perfekte Kilometerstand für einen massiven Pleuellagerschaden beim 320d und untypisch ist nur, dass Ihr diesen erst nach 17 Jahren erreicht habt - das ist sträflich artfremde Haltung für einen BMW Diesel Fettes Grinsen

Mein E46 320d Touring hatte Anfang 2011 bei km-Stand 227-Tsd seinen Pleuellagerschaden. Da der Wagen erst fünfeinhalb Jahre alt war, haben wir einen neuen Rumpfmotor einsetzen lassen. Schon damals meinte der Werkstattmeister bei BMW, dass sich diese Pleuellagerschäden häuften. Und siehe da - der Blick in die einschlägigen Foren bestätigte das Urteil des Meisters. Ursachen gibt es einige - angefangen vom Chiptuning des Erstbesitzers über brechende Drallklappen (problematisch bis Baumonat 11/2004) bis hin zu den Injektoren.


Seit der Reparatur ist unser 320d weitere 420-Tsd Kilometer ohne größere Probleme gelaufen, sprich: der erste Turbo, die ersten Injektoren. Lediglich an Glühkerzen ist der dritte Satz drin und bei 620-Tsd war eine neue Kupplung fällig - nicht weil die Kupplungsscheibe abgenutzt war, sondern weil das Zweimassenschwungrad altersbedingt auseinander fiel. Totlach 

Kurzum: ich bin begeistert von der Langzeitqualität des E46, auch wenn der neue Rumpfmotor das Bild anfänglich trübte. Mittlerweile habe ich das "Projekt 1 Million" in Angriff genommen und möchte diesen treuen Begleiter nicht mehr missen.

Vielleicht tröstet es ja Deine Frau, dass Euch mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr spät ein sehr typischer Schaden ereilt hat. Gewißheit werdet Ihr erst nach einem Blick mit dem Endoskop in die Brennräume haben Zwinker
Alles für den 3er - alles für den Club!
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#6
Ich halte den E46 320d auch für ein absolut zuverlässiges und sparsames Auto und hatte mir eigentlich eine biblische Laufleistung erhofft...
Turbo und Drallklappen sind irgendwann in den letzten zehn Jahren ersetzt worden, eventuell beim Vorbesitzer auch die Injektoren. Chiptuning hatte er keines. Leider werde ich ncht mehr herausfinden, ob tatsächlich ein Motorschaden vorliegt oder nicht. Der Wagen steht 500 km weit weg von mir und der Gutachter hat sein Todesurteil bereits gesprochen. Die Versicherung kauft mir das Auto nun für 3 400 € ab und das war's dann, leider.

Ich bin den E46 jetzt ziemlich genau 10 Jahre gefahren und gekostet hat mich der Spaß inkl. Steuer, Versicherung, Unterhalt und Wertverlust 136 € / Monat, was ja wirklich nicht die Welt ist. Trotzdem bin ich bin jetzt am überlegen, ob ich denn überhaupt noch ein eigenes Auto brauche. Meine Frau hat einen Fiat Panda 169, mit dem wir bereits 95 % aller Fahrten abdecken, und der gefühlt ausser Sprit absolut nix kostet. Und dann ist da ja noch der E30, der demnächst eine AHK bekommt.
Wenn ich mal was transportieren möchte, gibt es bei mir im Viertel vier Autovermieter. Bei Hertz bekomme ich zum Beispiel einen Renault Trafic für 25 € pro Tag mit 100 Freikilometern.
Den E46 haben wir eigentlich nur ein paar Mal im Jahr für Fahrten zu meinen Eltern in die Eifel oder in das Ferienhaus meiner Schwiegereltern in Biarritz benutzt, sonst stand der sich auch nur die Reifen eckig. Von daher ist es vielleicht günstiger sich bei Bedarf einfach ein passendes Fahrzeug zu mieten, auch wenn man sich auch erstmal etwas nackig ohne eigenes Auto vorkommt.

Gruß
Dieter
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#7
(23.02.2021, 10:45)Don Rocket schrieb: Ich halte den E46 320d auch für ein absolut zuverlässiges und sparsames Auto und hatte mir eigentlich eine biblische Laufleistung erhofft...
Turbo und Drallklappen sind irgendwann in den letzten zehn Jahren ersetzt worden, eventuell beim Vorbesitzer auch die Injektoren. Chiptuning hatte er keines. Leider werde ich ncht mehr herausfinden, ob tatsächlich ein Motorschaden vorliegt oder nicht. Der Wagen steht 500 km weit weg von mir und der Gutachter hat sein Todesurteil bereits gesprochen. Die Versicherung kauft mir das Auto nun für 3 400 € ab und das war's dann, leider.

Ich bin den E46 jetzt ziemlich genau 10 Jahre gefahren und gekostet hat mich der Spaß inkl. Steuer, Versicherung, Unterhalt und Wertverlust 136 € / Monat, was ja wirklich nicht die Welt ist. Trotzdem bin ich bin jetzt am überlegen, ob ich denn überhaupt noch ein eigenes Auto brauche. Meine Frau hat einen Fiat Panda 169, mit dem wir bereits 95 % aller Fahrten abdecken, und der gefühlt ausser Sprit absolut nix kostet. Und dann ist da ja noch der E30, der demnächst eine AHK bekommt.
Wenn ich mal was transportieren möchte, gibt es bei mir im Viertel vier Autovermieter. Bei Hertz bekomme ich zum Beispiel einen Renault Trafic für 25 € pro Tag mit 100 Freikilometern.
Den E46 haben wir eigentlich nur ein paar Mal im Jahr für Fahrten zu meinen Eltern in die Eifel oder in das Ferienhaus meiner Schwiegereltern in Biarritz benutzt, sonst stand der sich auch nur die Reifen eckig. Von daher ist es vielleicht günstiger sich bei Bedarf einfach ein passendes Fahrzeug zu mieten, auch wenn man sich auch erstmal etwas nackig ohne eigenes Auto vorkommt.

Gruß
Dieter

Die Überlegung ist realistisch und man hat nicht einen Klotz am Bein den man nicht wirklich braucht.

Zurück zum e46, ist ja einer mit dem M47 Motor, habe ja seit 15 Jahren den e91 mit dem 163PS M47 läuft seit 330.TKM bis auf einen Turboschaden (ist normal mit dem  DPF), DPF flog mal dann mal raus und ist seitdem sparsamer und spritziger unterwegs.
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